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Wachstum und Verschiebung

Die weltweite jüdische Migration kann zahlenmässig nicht lückenlos
dokumentiert werden. Aber es lassen sich eindeutige Höhepunkte sowie Trends feststellen, die Interpretationen und Ausblick erlauben.
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Die jüdische Landkarte

16. Mai 2013
Weltweit hat sich die jüdische Bevölkerung immer noch nicht von der Katastrophe der Schoah erholt. Lebten 1939 knapp 17 Millionen Juden, war ihre Zahl 1945 auf 11 Millionen gesunken. Wie der israelische Demograph Sergio Della Pergola unserer Autorin Gundula Madeleine Tegtmeyer... Mehr...

Die jüdische Landkarte in Zahlen

Von Gundula Madeleine Tegtmeyer, 16. Mai 2013
Statistiken und Berechnungen zur weltweiten jüdischen Bevölkerung.
Das American Jewish Year Book (AJYB) 2012 hat auf der Basis von Erhebungen aus dem Jahre 2011 die  jüdischen Bevölkerungsanteile weltweit publiziert. Die Autoren weisen explizit darauf hin, dass es sich bei allen Angaben um Schätzungen handelt, da es bislang keine einheitlichen... Mehr...

Das andere Gelobte Land

Von Andreas Mink, 16. Mai 2013
Vor 360 Jahren kamen die ersten Juden in den heutigen USA an. Wie der Historiker Jonathan Sarna erklärt, begann damit eine einzigartige Erfolgsgeschichte – dunkle Kapitel eingeschlossen.
Ein aus Böhmen stammender Experte für die Kupferbearbeitung namens Joachim Gans oder Gaunse gilt als der erste jüdische Kolonist auf nordamerikanischem Boden. Gans kam 1585 als Mitglied einer Expedition unter Sir Walter Raleigh nach Virginia, verliess den Kontinent jedoch bereits im... Mehr...

«Armut und Ungleichheit sind Problem Nummer eins»

Interview Yves Kugelmann, 16. Mai 2013
Der Vizegeneraldirektor für Forschung und Planung am israelischen Sozialversicherungsinstitut Daniel Gottlieb ist Experte für soziale Fragen des Landes. Er sieht in der Armutsbekämpfung in Israel ein grosses Defizit, das behoben werden muss.
aufbau: Israel ist bekannt als High-Tech-Land und Start-up-Nation. Die landesweiten Proteste 2011 haben zugleich bewiesen, dass grosse soziale Unterschiede unter Israels Bevölkerung politische Aktionen fordern. Was zeigt der Armutsbericht 2011 für Veränderungen gegenüber den... Mehr...

Sehnsucht als Heimat

Von Gabriel Heim, 16. Mai 2013
Texte der Journalistin Gabriele Tergit über das Israel der Dreissigerjahre erinnern an eine andere Seite des Landes – an die vielseitigen Wege, an die Aufbruchstimmung der damaligen Zeit.
Die Journalistin Gabriele Tergit lebt von 1933 bis 1938 mit ihrem Mann und dem Sohn an der Hayarkonstrasse 102 in Tel Aviv. Danach zieht die Familie aus gesundheitlichen Gründen nach London.«Eine sanfte und angenehme Frau eröffnet [1933] eine Bäckerei in der besten Gegend von... Mehr...

Neue Heimat nach 1945

Von Katja Behling, 16. Mai 2013
Unmittelbar nach Kriegsende 1945 lag es ausserhalb der Vorstellungskraft, dass das Judentum in Deutschland jemals wieder Fuss fassen würde. Nur sechs Jahrzehnte nach der fast vollständigen Auslöschung des jüdischen Lebens in Deutschland gehören die Juden in Deutschland zu den weltweit am schnellsten wachsenden jüdischen Gemeinschaften.
Befreite Zwangsarbeiter und Lagerhäftlinge, heimkehrende Soldaten und Kriegsversehrte, Flüchtlinge aus dem Osten und die einheimische Bevölkerung sowie einige wenige sich aus ihren Verstecken wagende Juden – diese so unterschiedlich traumatisierten Menschen trafen in den Tagen... Mehr...

Psychiatrische Tradition voller Paradoxien

von Naomi Kunz, 16. Mai 2013
Zionismus und jüdischen Religion haben auch die Wissenschaft in Israel geprägt. Das zeigt Rakefet Zalashik in einem neuen Buch über die Entwicklung der Psychiatrie in Palästina und Israel.
Israel ist ein junges Land, aber hoch entwickelt im Bereich der Biomedizin, Bewässerungstechnologien und in weiteren wissenschaftlichen Disziplinen. Wie kommt das? «Hauptgrund dafür ist die zionistische Bewegung, welche die Wissenschaft als Mittel zum Fortschritt für die... Mehr...

Dispersion und Wachstum in der Diaspora

Von Andreas Mink, 16. Mai 2013
Robustes Wachstum der Orthodoxen und eine zunehmende jüdische Präsenz insgesamt: Professor Arnold Dashefsky erklärt im Interview Trends in der amerikanisch-jüdischen Gemeinschaft. Der Soziologe leitet die «North American Jewish Data Bank», die Informationen aus lokalen und nationalen Erhebungen sammelt und aufbereitet.
Dass über die mit Abstand grösste jüdische Gemeinschaft in der Diaspora überhaupt demographische Daten vorliegen, ist den amerikanischen Juden selbst zu verdanken. Dies erklärt im Interview Professor Arnold Dashefsky, der Direktor der «North American Jewish Data... Mehr...

Auswandern mit Blick auf das, was war

Von Regula Heusser-Markun, 16. Mai 2013
Die seit zwei Jahrzehnten anhaltende Zuwanderung von Juden aus der früheren Sowjetunion insbesondere nach Israel (über eine Million) und nach Deutschland (gegen 250'000) hat mehr als numerisches Gewicht. Die neuen Mitbürger tragen aufgrund ihrer Prägung und Erfahrung neue Narrative in die Diskussion um die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts.
Der Neuanfang, wie er in Russland und den GUS-Staaten seit mehr als 20 Jahren geprobt wird, hat einen Streit zwischen den historischen Gedächtnissen ausgelöst. Es wurden Mythen als ideologische Kopfgeburten dekonstruiert und Denkmäler gestürzt, welche die halbherzige... Mehr...