Veränderung und Beständigkeit

Das Quartier Once in Buenos Aires hat eine lange jüdische Geschichte. Auch heute noch pulsiert das jüdische Leben in diesem Viertel, obwohl viele im Laufe der Jahre in bessere Quartiere der Stadt gezogen sind. » mehr...

Der lange Weg nach Hause

65 Jahre nach der Flucht vor den Nazis hat Bernardo Jerochim seinen deutschen Pass wiederbekommen. » mehr...

Der Gigant des Samstagabends

Mit seiner Unterhaltungsshow «Sábado Gigante» hat Don Francisco alias Mario Kreutzberger alle Rekorde im TV-Geschäft gebrochen. Der Sohn deutsch-jüdischer Flüchtlinge in Chile tritt seit 1962 ununterbrochen jeden Samstag auf und erreicht regelmässig 100 Millionen Zuschauer. » mehr...

Ein wichtiges jüdisches Integrationsblatt

1941 riefen deutsch-jüdische Emigranten in Buenos Aires die «Jüdische Wochenschau» ins Leben, ihr Nachfolgemedium nannte sich von 1969 an «Semanario Israelita». Auch wenn die Zeitung einst Bindeglied innerhalb der jüdischen Gemeinschaft im Exil war, gelang es nicht, ihren Erfolg über die erste Emigrantengeneration hinaus zu manifestieren. » mehr...

«Ein Stück der Erdoberfläche»

Theodor Herzl und Baron Maurice de Hirsch wollten einen jüdischen Staat in Südamerika gründen. » mehr...

«Das Buch des Lebens»

Unzählige Schriftsteller flüchteten während der Nazi-Zeit aus Europa in südamerikanische Länder, wo ein breites Angebot an Exilliteratur entstand. » mehr...

«Aus dem schönsten Tollhaus der Erde»

Vor 125 Jahren wurde Stefan Zweig in Wien geboren – und seine späte Liebe galt Brasilien. Hier entstanden die «Schachnovelle» und die Autobiografie «Die Welt von gestern». Der endgültige Untergang Europas brachte ihn schliesslich um. » mehr...

Chronist der Roten Armee

Im deutschen Sprachraum kaum bekannt, erinnern zwei englischsprachige Neuerscheinungen an das Werk des Kriegsberichterstatters und Romanciers Vasily Grossman. » mehr...

Kopflos in die Islamdebatte

Von Henryk M. Broder Willkommen in Eurabia! Der holländische Justizminister Piet Hein Donner hält die Einführung der Scharia in Holland für möglich, wenn sich eines Tages die Mehrheit der Holländer dafür ausspricht; die Londoner Polizei kündigt an, sie werde ein Gremium muslimischer Community Leader informieren und konsultieren, bevor sie zu Anti-Terror-Einsätzen ausrückt, von denen Muslime betroffen sind; und nachdem die katholische Kirche 359 Jahre gebraucht hat, um das Urteil gegen Galileo Galilei aufzuheben, brauchte der amtierende Papst nur zwei Tage, um sich von einem Zitat zu distanzieren, das 5oo Jahre alt und dennoch aktuell ist. Und nun hat die Deutsche Oper in Berlin die Mozart-Oper «Idomeneo» vom Spielplan genommen, nachdem das Landeskriminalamt (LKA) in einer... » mehr...

Das andere Amerika

Dass Amerika nicht am Rio Grande endet, wussten lange vor dem Eintreffen der ersten britischen Händler und Siedler in Massachusetts und Virginia jüdische Seefahrer. So geht die Legende, dass es ein gewisser Rodrigo de Triana war, der als Mitglied der Expedition von Chris-toph Columbus als Erster jenen Kontinent gesichtet hat, den wir heute Amerika nennen. De Triana war allem Anschein nach jüdisch, wie ein halbes Dutzend weiterer Mitstreiter von Columbus und womöglich dieser selbst. Aber weil wir beim Stichwort Amerika allzu oft zuerst an die Vereinigten Staaten denken, mag es doch überraschen, dass die ersten jüdischen Gemeinden auf dem Doppelkontinent südlich des Äquators gegründet worden sind. Die historische Dimension des jüdischen Lebens dort ist ebenso Gegenstand dieser Ausgabe, wie... » mehr...

1. Oktober 2006
6. Jahrgang
Ausgabe 10