Der vorliegende Aufsatz des an der New York University lehrenden Historikers Tony Judt über den «Tod des liberalen Amerika» hat in den USA und weit darüber hinaus eine breite Diskussion ausgelöst. Judt sieht sich in den letzten Wochen zunehmender Kritik und auch Boykott-Bemühungen jüdischer Verbände ausgesetzt. Sie wollen verhindern, dass seine kritische Haltung gegenüber der Politik der Bush-Regierung und der Israels öffentliche Aufmerksamkeit gewinnt. Der folgende Text erschien zuerst in der «London Review of Books» am 21. September diesen Jahres. » mehr...
Der New Yorker Mediziner, Neurowissenschaftler und Nobelpreisträger Eric Kandel hat seine Autobiografie geschrieben. Es ist eine Liebeserklärung an die Hirnforschung und zugleich eine Spurensuche in seiner Heimatstadt Wien. » mehr...
Der Vormarsch von Rechtspopulisten und –extremisten » mehr...
In ihrem neuen Buch stellt Marilyn Henry erstmals die Geschichte der Jewish Claims Conference dar, die seit 1951 für die Entschädigung von Nazi-Opfern kämpft. Im folgenden gibt die Autorin einen Überblick über die Rolle und die Probleme der Organisation. » mehr...
Beim Blättern in den alten Ausgaben dieser Publikation, die nun im Archiv für Zeitgeschichte der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) in Zürich liegen, fällt eine Beilage auf, die aufbau-Leser über Jahrzehnte mit grösstem Interesse gelesen haben: «Die Wiedergutmachung». Der aufbau hat schon während des Zweiten Weltkrieges über die Entwicklung jüdischer Entschädigungs-Forderungen an Deutschland berichtet und deren Verwirklichung bis heute begleitet. Die entscheidende Figur war dabei von Anfang an Nahum Goldmann. Der Vorsitzende des Jüdischen Weltkongresses hat nach 1945 die Initiative übernommen, als die Siegermächte über die «Wiedergutmachung» für die ungeheuerlichen Verwüstungen berieten, die Deutschland über die Völker Europas gebracht hatte. Scharfsinnig und pragmatisch... » mehr...