Von den Ende des 15. Jahrhunderts aus ihrer spanischen Heimat vertriebenen Juden fanden Tausende im Osmanischen Reich Zuflucht – die meisten von ihnen in der mazedonischen Hafenstadt Saloniki. Vier Jahrhunderte lang war es ihre Stadt. Sie nannten sie «Madre de Israel» – die «Mutter Israels». » mehr...
In der Türkei setzt sich ein neuer Trend unter Kulturschaffenden durch: die multiethnische Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Trotzdem tut sich das Land noch immer schwer damit, sich mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen. » mehr...
Der Bürgerkrieg ab 1936 machte aus dem Exilland Spanien ein Durchreiseland. Heute gibt es auf der katholisch dominierten Iberischen Halbinsel wieder ein reges jüdisches Leben. » mehr...
Griechisch-römisches Museum (derzeit wegen Renovation geschlossen), Pompejussäule, Römisches Theater, Nekropole von Chatby, Katakomben von Kom El Chokafa, Festung Qaitbay, Parkanlage Montazah, Wohnung des Dichters Konstantin Kavafis, Moschee des Mursi Abul Abbas, Eliahou-Hanabi-Synagoge, jüdischer Friedhof von Mazarita, Museum der königlichen Juwelen Mathaf al Gawhara (derzeit wegen Renovation geschlossen), Bibliotheca Alexandrina.
AnreiseDirektflug nur ab Frankfurt mit Lufthansa möglich. Mit Swiss von Zürich oder mit Egypt Air von Genf nach Kairo. Zug 1. Klasse von Kairo Ramses Station nach Sidi Gaber Station oder Masr Station, mit dem Schnellzug ca. zwei Stunden.Kaffeehäuser Délices, Trianon, Pastroudis, Lobby Hotel Cecil, Brazilian Coffeeshop (Stehkaffee)Bars, RestaurantsSpitfire,... » mehr...
Bibliothek, Pharos, Weltwunder der Antike, Kleopatra, Völkergemisch. Alexandria, die Stadt am Mittelmeer, war intellektuelles Zentrum der hellenistischen Welt und erlebte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine unvergleichliche Blüte. Menschen verschiedenster Herkunft und Konfessionen lebten in der Polis des Alexander friedlich zusammen. Schriftsteller und Künstler nährten den Mythos Alexandria zusätzlich. Was blieb übrig vom kosmopolitischen Alexandria? Ein Spaziergang durch die Stadt heute.
Die jüdische Gemeinde in Libyen nach 1945
Wie überall in Nordafrika siedelten Juden auch im heutigen Libyen schon in der Antike. Nach dem Exodus aus Spanien liessen sich Sephardim in Tripolitanien und der Kyrenaika nieder. Während des deutschen Afrikafeldzuges wurden libysche Juden in Lager gesperrt und nach Auschwitz deportiert. Die Überlebenden wurden schon 1945 von antizionistischen Ausschreitungen heimgesucht, eine zweite Welle von Pogromen folgte im Juni 1948. Die britischen Besatzungsbehörden blockierten zunächst die Auswanderung der damals rund 40 000 Juden nach Palästina. Ab 1948 erlaubten die Briten nur die Mitnahme von 250 Pfund pro Person. Dies galt jedoch für Auswanderer jeder Religion. Wohlhabende Gemeindemitglieder sahen von der Emigration auch deshalb ab, weil sie ihren... » mehr...
Von führenden Akademikern und Politikern in Nordafrika und Europa ins Leben gerufen, will das «Project Aladdin» in aufklärender Weise den Dialog zwischen Juden und Muslimen fördern und die Verbreitung antisemitischer Legenden parieren. Im Kern des Vorhabens steht die Aufarbeitung des Holocaust. Der marokkanische König Mohammed VI. hat dem Projekt jüngst das folgende Grusswort übersandt.
Kreuzweg der Kulturen und gerade für die jüdische Geschichte seit Jahrtausenden ebenso Schauplatz von Katastrophen wie friedlicher Prosperität: Der Mittelmeerraum bleibt dramatischem Wandel unterworfen, der nur in seiner Komplexität zugänglich und nicht auf schlichte Formeln reduzierbar ist. Wenn wir daher in der vorliegenden Ausgabe Schlaglichter auf Länder rund um das Mittelmeer werfen, stossen unsere Autoren ebenso auf Heimaten jüdischer Gemeinden wie auf solche, die ihnen nur noch als Orte der Sehnsucht oder Erinnerung zugänglich sind.
Zwischen 1945 und den siebziger Jahren haben etwa 800000 Juden ihre Heimat in arabischen Ländern und Nordafrika verlassen. Die meisten von ihnen gingen nach Israel. Viele flohen vor Verfolgung und mussten ihr Eigentum zurücklassen. Doch der jüdische Staat hat ihre Entschädigungsansprüche bis heute nicht aufgegriffen, sondern zum Instrument im Konflikt mit den Palästinensern degradiert. Der Historiker Michael Fischbach stellt diese Problematik in seinem aktuellen Buch «Jewish Property Claims Against Arab Countries» vor, auf dem sein vorliegendes Essay beruht.