Selber Schöpfer sein

Die Figur des künstlichen Anthropoiden Golem regt die Fantasie von Schriftstellern und Filmemachern noch heute an.  » mehr...


Chiffre des Fremden

Leben und Werk von Thomas Mann belegen des Autors projüdische Einstellung. Sein literarisches Figurenkabinett durchlief einen Entwicklungsprozess: Gab es im Frühwerk Thomas Manns noch antisemitische Klischees, distanziert sich der Schriftsteller und Gegenspieler Hitlers in seinem Spätwerk von jeglicher Judenfeindlichkeit.

 

 » mehr...


Lockenkopf und grosse Nase

Mit dem Schriftsteller Harry Bech hat John Updike eine jüdische Figur geschaffen, die sich nur schwer aus den Niederungen gängiger Klischees lösen kann.

 

 » mehr...


Ein Visionär in Prag

Als Karel Čapeks Roman 1936 tschechisch und gleich auch deutsch erschien, baute Hitler schon die Wehrmacht auf, und Goebbels hatte jene gerügt, die schamlos behaupteten, der Jude sei auch ein Mensch. Neben Franz Kafka war Karel Čapek der zweite Visionär in Prag.

 

 » mehr...


«Schönberg wird mir die Freundschaft kündigen»

Jüngst hat der in Los Angeles praktizierende Anwalt E. Randol Schoenberg mit «Apropos Doktor Faustus» ein Buch vorgelegt, das den Streit zwischen seinem Grossvater, dem Komponisten Arnold Schönberg, und Thomas Mann über die Figur des Adrian Leverkühn dokumentiert und analysiert. Darin ist ein Essay des namhaften Musikhistorikers Bernhold Schmid enthalten, der den Streit im Folgenden untersucht.

 

 » mehr...

Ungleich unter Gleichen

Juden in Gesellschaft und Literatur: Zur Dialektik einer unüberwindbaren Diskrepanz wider die Normalität des Normalen. » mehr...

Von Shylock bis Bech

Jüdische Charaktere im Werk nichtjüdischer Autoren: Das Thema muss den Rahmen einer Monatszeitschrift sprengen. So steht vor William Shakespeares «Kaufmann von Venedig» und seinem Shylock «Der Jude von Malta» – Christopher Marlowes Schauerstück aus den Jahr 1592 mit dem durch und durch finsteren Protagonisten Barabas. Im Gegensatz dazu bleibt Shylock eine wesentlich reizvollere Figur. Gerade weil er ungleich komplexer als der geradezu bizarr üble Barabas ist, treibt Shylock bis heute nicht nur Theatermacher und prominente Schauspieler wie Al Pacino um, der den venezianischen Geldverleiher im Jahr 2004 für das Kino verkörpert hat. Wie auf den folgenden Seiten zu lesen ist, fordert Shylock wie vermutlich keine andere Figur Shakespeares bis heute auch die Literaturwissenschaftler heraus. So... » mehr...

Dezember 2009
9. Jahrgang
Ausgabe 12