Unter den Zaren war die überwiegende Mehrheit der Juden an ihren «Ansiedlungsrayon» zwischen dem Baltikum und dem Schwarzen Meer gebunden. Nur in der weltoffeneren Hauptstadt St. Petersburg entstand bis 1917 eine bedeutende jüdische Gemeinde. Aus Moskau wurden die Juden jedoch 1891 vertrieben. Erst nach der Februarrevolution strömten Hunderttausende Juden aus Litauen, Weissrussland und der Ukraine auch nach Moskau. Dort wurden sie zu einer Funktionselite der Sowjetherrschaft. » mehr...
«Fahren wir nach Moskau! Es gibt nichts Besseres als Moskau!» Für die vorliegende Ausgabe über das jüdische Leben in der russischen Hauptstadt gibt es kein besseres Motto als das Tschechow-Zitat, mit dem die Zürcher Slawistikerin Regula Heusser-Markun ihren Beitrag zur Geschichte Moskaus eröffnet. Jünger und im Mittelalter schwerer erreichbar für die Mongolen als Kiew, blieb Moskau das Schicksal «der Mutter der russischen Städte» erspart und die Freiheit erhalten. Die Siedlung an der Moskwa wurde zur Keimzelle des Russischen Reiches. In den kommenden Jahrhunderten überstand die Stadt den Ansturm der Krim-Tataren, Napoleons und schliesslich der Wehrmacht Hitlers. Sie blieb auch in den zwei Jahrhunderten Zentrum und Symbol der russischen Kultur, als St. Petersburg Sitz der Zaren war.
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In der Autonomen Republik Krim ist das jüdische Leben wie in den jungen Demokratien der Nachfolgestaaten der UdSSR ziemlich gespalten. » mehr...
Mit «Russia!» hat die «Beet Generation» junger russisch-amerikanischer Intellektueller eine überzeugende publizistische Plattform geschaffen. Doch die Finanzkrise macht auch der ambitionierten New Yorker Zeitschrift arg zu schaffen. » mehr...
Der sowjetische Staat machte Kunst und Kultur für seinen Machtapparat dienstbar. Opportun war der «Sozialistische Realismus», subversiv die Abweichung davon. Kunst bis 1989 zeugt von Systemtreue, aber die «Zweite Avantgarde» auch von kritischer Haltung unterdrückter Künstler in einer multiethnischen Diktatur. » mehr...
Im Hotel Lux in Moskau kreuzten sich zu Stalins Zeiten die Wege unzähliger Polit-Grössen.
Pavel Feinsteins Figuren spielen mit jüdischen Traditionen und bevölkern eine zwischen Witz und Grauen schwankende Welt. Der Berliner Künstler malt technisch hervorragende Stillleben und Porträts in fast altmeisterlicher Manier, zeichnet Tiere. Das Felix-Nussbaum-Haus zeigt seit dem 21. Februar Arbeiten des gebürtigen Russen. Im Sommer widmet ihm das Kunstmuseum Hagen eine grosse Einzelschau. » mehr...
Von Refusniks, falscher Nostalgie und einem anderen jüdischen Selbstverständnis » mehr...