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STANDPUNKT

Die Barrikaden von heute

Yves Kugelmann, 11. Dezember 2014

«Unter Trompete verstand die Heilige Schrift die Pressefreiheit. Vor ihr werden auch die Mauern der Tyrannei fallen.» Ludwig Börne
 Ohne Waffen. Nur mit Worten. Mit Worten erschrieben sie sich die Freiheit, im Wissen, dass diese nicht naturgegeben ist. Als ob... Mehr...
GESCHICHTE DIE WELT VON GESTERN

Mein Weg zum Journalismus

Walter Laqueur, 12. Dezember 2014
Ob bei einer Zeitung im britischen Mandat Palästina oder führenden Blättern in Europa und USA: Glück, Neugierde und Lernbereitschaft waren seit jeher notwendig für eine Karriere als Reporter.

Heute, im Zeitalter des Computers und des Fernsehens, befindet sich der klassische Journalismus in einer tiefen Krise, von der er sich wohl nur teilweise wird erholen können. Es ist daher gar nicht einfach, die Faszination zu erklären, die der Journalismus vor nicht allzu langer... Mehr...
«JEWISH CHRONICLE» SPIEGELBILD DER ENGLISCHEN JUDEN

Tradition mit Zukunft

Eva Burke, 12. Dezember 2014
Der in London ansässige «Jewish Chronicle» hat Generationen von britischen Juden mit Nachrichten auf höchstem Niveau versorgt. Auch heute noch verfügt die Zeitung über einen ausserordentlich guten Ruf.

Der «Jewish Chronicle» (JC – «Jaysi» im Volksmund) wurde im Jahre 1841 von den Brüdern Jacob und Ellis Franklin gegründet und von den Familien Rothschild und Montefiori finanziert. Sie ist die älteste, ohne Unterbruch erscheinende jüdische... Mehr...
MEDIEN JÜDISCHE PRESSE IN ARABISCHEN LÄNDERN

Nationalistisch, zionistisch, vergänglich

Gundula Madeleine Tegtmeyer
, 12. Dezember 2014
Das Jews of Islamic Countries Archiving Project birgt einen besonderen Schatz: eine Sammlung von jüdischen Zeitungen, einst erschienen in der islamischen Welt.

Das sogenannte Jews of Islamic Countries Archiving Project der Tel-Aviv-Universität umfasst Publikationen aus jüdischen Gemeinden aus den Ländern Irak, Libanon, Syrien, Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko. Geboren wurde die jüdische Presse in den... Mehr...
NEW YORK EMIGRANTEN-PRESSE UND IHRE JOURNALISTEN

Heimat in der Fremde

Monica Strauss, 12. Dezember 2014
Es war ein «Emigrantenblatt», das Georg Stefan Troller den Weg in eine neue Identität bahnte. Doch als der berühmte Journalist sich endlich als Amerikaner fühlte, liess er auch den aufbau hinter sich zurück.

Als Georg Stefan Troller 16 Jahre alt war, floh der Gymnasiast aus seiner Heimatstadt Wien. Doch das Exil in der Tschechoslowakei und Frankreich bot ihm nur kurz Schutz vor der Verfolgung durch die Nazis. Ein in Marseille ausgestelltes Visum bot ihm schliesslich die Flucht nach Amerika.... Mehr...
«NAYE PRESE» FRANKREICH IM ZENTRUM DER VORKRIEGSZEIT

Jiddische Publizistik in Paris

Gerben Zaagsma, 12. Dezember 2014
Während der dreissiger Jahre informierten fast 40 Publikationen ein Jiddisch lesendes Publikum in Paris. Darunter auch die kommunistische Tageszeitung «Naye Prese».

Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte eine bedeutende Population jüdischer Zuwanderer aus Mittel- und Osteuropa in Paris. Ihre Zahl war seit 1914 von 35 000 auf 90 000 angestiegen. Die meisten von ihnen sprachen Jiddisch, und so ist es nicht überraschend, dass diese Immigranten... Mehr...
«HAARETZ» VON FRANKFURT NACH JERUSALEM

Heimat aus Papier

Gisela Dachs, 12. Dezember 2014
Orientiert an der «Frankfurter Zeitung» und journalistisch auf der Höhe der «New York Times», bleibt «Haaretz» weiterhin Pflichtlektüre für israelische Eliten und politisch Interessierte weltweit. Ideologisch und finanziell steht das linke Traditionsblatt jedoch zunehmend auf einsamem Posten.

Die «Haaretz» ist die älteste Zeitung in Israel. Zionistische Pioniere aus Russland haben sie 1919 gegründet, unter ihnen der Revisionistenführer Ze’ev Jabotinsky. 1935 erwarb sie der prominente Berliner Kaufhausbesitzer Salman Schocken, der vor den Nazis... Mehr...
JEWREJSKAJA GAZETA EXILPRESSE IN RUSSISCH

Wunsch nach jüdischer Qualitätszeitung

Regula Heusser-Markun
, 12. Dezember 2014
Die russisch-jüdische Exilpresse befindet sich gerade in schwierigen Zeiten des Umbruchs.

Deutschland nimmt seit der Wende zwei sehr heterogene Gruppen von Ausreisewilligen aus der Ex-UdSSR auf: Die Russlanddeutschen, die als «Spätaussiedler» Volkszugehörige sind und sofort mit einem deutschen Pass ausgestattet werden, und die Juden. Für Letztere... Mehr...
«HOLLYWOOD CALLING» AUFBAU-KOLUMNE VERÄNDERT DIE WELT

«Hans Kafka Speaking»

Katja Behling
, 12. Dezember 2014
Die 1941 bis 1947 im aufbau erschienene Filmkolumne von Hans Kafka ist ein Zeitdokument über das Exil deutschsprachiger Filmschaffender in Hollywood und hatte Kultstatus. Hans Kafkas eigener Lebensweg ist exemplarisch für den vieler Emigranten.

Was gibts Neues? Am 5. September 1941: Marlene Dietrich brach sich durch einen Sturz bei Dreharbeiten den Knöchel. Am 4. Februar 1944: Billy Wilder bereitet die Verfilmung der Lehár-Operette «Der Graf von Luxemburg» vor. Am 17. März 1944: Die Filmrechte an... Mehr...
EDITORIAL

Writing and Persisting

12. Dezember 2014

Taking in, processing and disseminating information – and at times even commenting on it. This attracted Walter Laqueur to journalism when he was a boy. Today, the 93-year-old historian looks back at his “path into journalism” and opens the edition to the 80th... Mehr...
HISTORY “THE WORLD OF YESTERDAY”

My Career as a Journalist

Walter Laqueur, 12. Dezember 2014
Whether writing for a Zionist paper during the British Mandate in Palestine or for leading publications in Europe and America—luck, curiosity and a willingness to learn remain fundamental prerequisites for a media career.

In the era of computers and television, classic print journalism is mired in a crisis without much hope. It therefore becomes a challenge to explain the fascination journalism has exerted on many young people not so long ago. Even one who has experienced those days still can´t quite... Mehr...

AUFBAU FROM HISTORY TO CONTEMPORARY

The Barricades of Today

Yves Kugelmann
, 12. Dezember 2014
The tradition of journalism as challenge for tomorrow.

"In the Holy Writings the trumpet was the freedom of press. It will also tear down the walls of tyranny."
Ludwig Börne
 
 
Without weapons. Only with words. With words they gained freedom. Knowing that this is not a natural given. As if freedom,... Mehr...

“NAYE PRESE” FRANCE IN THE CENTER OF THE PREWAR TIME

The Yiddish press in Paris in the 1930s

Gerben Zaagsma, 12. Dezember 2014
During the 1930s almost 40 Publications served yiddish audiences in Paris. A leading propenent auf this thriving market was the communist daily Naye Prese.

Paris had a sizeable Jewish migrant population in the interwar period, that grew from around 35.000 Jews with an Eastern or Central European background in 1914 to an estimated 90.000 by the late 1930s. A majority of these immigrants were Yiddish-speaking and it is little surpise then that... Mehr...
NEW YORK “FORWARD”

Tradition in Red Ink

Anna Goldenberg, 12. Dezember 2014
Once the voice of millions of Jewish immigrants, the daily “Forverts” has long since become the weekly “Forward”. But as the paper embraces the digital age, it holds on to a proud tradition.

There is a sheet of white paper taped to one of the glass walls in the newsroom of the Jewish Daily Forward in New York. It has three lines of text; the first two are printed: “Does your story have three links? Have you called your mother?” The third line is written by hand,... Mehr...