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April 2012, 12. Jahrgang, Ausgabe 4 Ausgabe: Nr. 4 » 2. April 2012

Tief verwurzelte Unterschiede

Von Rabbiner Mordechai Piron, 2. April 2012
Die Idee der Ehe und der Familie ist im Judentum tief verankert.
Ein grosser Unterschied zu anderen Kulturen ist ihre metaphysische Bedeutung. So wird die Gründung einer Familie als Beitrag zur Vervollkommnung der Schöpfung erachtet.
Ein grundlegender, entscheidender Unterschied existiert zwischen der jüdischen Weltanschauung und derjenigen anderer Kulturen und Religionen bezüglich der  Begriffe und Ansichten über die Institution der Ehe und der Familie. Die unterschiedlichen Aussichten und Einstellungen... Mehr...

Hat Familie Zukunft?

2. April 2012
Stets gegenwärtig und doch jenseits der Alltagssorgen selten als Institution im Blick ist die Familie grundlegend für Gesellschaften und einzelne Menschen. Das Pessach-Fest gibt Anlass, den Zustand von Familien zwischen Mythos und Realität genauer zu untersuchen. So charakterisiert... Mehr...

Chanukkaleuchter und Weihnachtsbaum

Von Andreas Schneitter, 2. April 2012
Rund die Hälfte aller Jüdinnen und Juden in der Diaspora heiraten einen nichtjüdischen Partner oder eine nichtjüdische Partnerin. Dass dies Folgen für die Zukunft des Judentums hat wird kaum bestritten – nur im Urteil herrscht keine Einigkeit.
Als Marc und Chelsea im August 2010 zu ihrer Trauung schritten trug der Bräutigam eine Kippa und einen Gebetsschal, die Braut ein weisses, schulterfreies Kleid. Das Paar traute sich unter einer Chuppa, danach wurden das Vaterunser und Gospels gesungen, und ein christlicher Priester und ein... Mehr...

Mehr als nur eine jiddische Mamme

Von Nicole Dreyfus, 2. April 2012
Das Stereotyp der jüdischen Mutter entstand durch das amerikanische Zerrbild jüdischer Mütterlichkeit. Doch seine Geschichte geht weit über die USA hinaus.
Das alte jüdische Sprichwort «Gott kann nicht überall sein, und deshalb schuf er Mütter» ist ein Indiz für die hohe Wertschätzung, die die jüdische Frau und Mutter in der Tradition erfährt. Ihr idealisiert gezeichnetes Bild steht jedoch in krassem... Mehr...

«Wir sollten eine Schule für Kuppler gründen»

Von Rachel Stern, 2. April 2012
Ruth Westheimer hat 1980 ein amerikanisches Tabu gebrochen, als sie in Radio und Fernsehen damit begann, explizit über Sex zu sprechen. Die Soziologin und Psychologin ist heute ausserordentliche Professorin an der New York University und Mitglied am Calhoun College in Yale sowie am Butler College in Princeton und an der New York Academy of Medicine.
Von 2005–2010 hat sie mit Rabbi Barry Dov Katz aus Riverdale ein Seminar über die jüdische Familie in der Bibel an der Princeton University gehalten. Ruth Westheimer betreibt eine Privatpraxis in New York und hält weltweit Vorträge. Sie ist Autorin von 35 Büchern und... Mehr...

Herausforderung Freiheit

Von Monica Strauss, 2. April 2012
Der Weg in ein neues Leben konfrontiert eine lettisch-jüdische Familie nicht nur mit den
Erwartungen zionistischer Organisationen. Der Romancier David Bezmozgis zeigt zudem, wie schwer die Vergangenheit auf Emigranten aus der Sowjetunion lastet.
Der kanadische Autor David Bezmozgis siedelt seinen ersten Roman «Die freie Welt» 1978 in Rom an. Das Buch fand im vergangenen Jahr grosse Beachtung in den USA und ist jüngst auch auf Deutsch erschienen. Rom war Ende der 1970er Jahre zu einer Zwischenstation für sowjetische... Mehr...

Familienfest Pessach

Von Yves Kugelmann, 2. April 2012
Zeit der Zeiten. Freiheit versteht, wer die Unfreiheit kennt. Dieses Primat ist nicht umkehrbar. Denken über Freiheit ist Teil der jüdischen Geschichte wie die Unfreiheit selbst. Gerade jüdische Denkerinnen und Denker des 20. Jahrhunderts von Isaiah Berlin bis Hannah Arendt, Emmanuel... Mehr...

Ungebrochener Familiensinn

Von Gisela Dachs, 2. April 2012
Der Wunsch nach grossen Familien bleibt in Israel beständig. Dieses Bedürfnis sei flächen­übergreifend und ist so auch bei säkularen Familien tief verankert. Sowohl religiöse als auch politische, geschichtliche und gesellschaftliche Faktoren spielen mit.
Nackte Glühbirnen, tief über Marmortischen hängend, sind der letzte Schrei in den Restaurants des High-Tech-Viertels Ramat Hachayal. Hier macht Chagit Rotshtein, Anfang 40 und Rechtsberaterin einer grossen Holding, gerne Mittagspause - und denkt mit Sehnsucht an ihre Kinder im Alter... Mehr...
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