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Juli/August 2012, 12. Jahrgang, Ausgabe 7/8 Ausgabe: Nr. 8 » 2. Juli 2012

Der «Big Apple» – eine Meeresfrucht

Von Andreas Mink, 2. Juli 2012
New York verdankt seine Existenz den exzellenten natürlichen Häfen 
an der Hudson-Mündung. Doch Industrie und Schifffahrt haben die 
ökologischen Grundlagen der Region nahezu zerstört. Heute arbeiten Stadtplaner und Aktivisten an einer grüneren Zukunft der Metropole.

Die meisten New Yorker wollen von ihrer Geschichte ebenso wenig wissen wie von ihrer natürlichen Umgebung». Derart pessimistisch hat Mark Kurlansky in «The Big Oyster» die Haltung seiner Mitbürger noch vor wenigen Jahren beschrieben. In seinem Bestseller ist Kurlansky das... Mehr...

Tore zur Welt

2. Juli 2012
Weltoffenheit bei gleichzeitigem Hang zu Lokalkolorit – dadurch zeichnen sich laut Regula Heusser-Markun die Bürger von Odessa aus. Die Slawistin und Journalistin beschreibt den Hafen an der ukrainischen Schwarzmeerküste als Stadt der Toleranz, Bildung und Kultur. Hier fanden auch... Mehr...

«Paradiesische Ruhe 
in einem paradiesischen Land»

Von Gisela Blau, 2. Juli 2012
Keine 400 Seelen zählte die jüdische Gemeinschaft Portugals bei Ausbruch des Zweiten 
Weltkriegs. 650 Flüchtlinge, die es schon vorher nach Lissabon geschafft hatten, besassen 
eine Aufenthaltsbewilligung. Nach der Besetzung Frankreichs durch Nazi-Truppen war das 
neutrale Lissabon der letzte Hafen, der einzige, der noch Sicherheit verhiess – und vielleicht 
eine Schiffspassage nach Übersee.
Ich starrte auf das Schiff. Es lag ein Stück vom Quai entfernt, grell beleuchtet, im Tejo. Obschon ich seit einer Woche in Lissabon war, hatte ich mich noch immer nicht an das sorglose Licht dieser Stadt gewöhnt. In den Ländern, aus denen ich kam, lagen die Städte nachts schwarz... Mehr...

Stolzer «Haifa-i»

Von Gisela Dachs, 2. Juli 2012
Der Schriftsteller Sami Michael kam in jungen Jahren von Bagdad nach Haifa. Er bewundert 
diese Stadt nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch aufgrund ihrer Offenheit und der 
gelassenen Atmosphäre.
Sami Michael thront hoch oben. Er lebt und arbeitet im achten Stock eines Hochhauses auf dem Karmel-Berg. Der Ausblick durch die Fensterwand seines Wohnzimmers ist atemberaubend. Vor ihm erstrecken sich die Stadt mit ihrem Hafen, das blaue Mittelmeer, kleine Dörfer und in der Ferne die... Mehr...

«Hier riecht es 
nach den Häfen des Orients»

Von Martin Dreyfuss, 2. Juli 2012
Viele jüdische Flüchtlinge kamen nach Marseille, um von hier Hitlers Europa zu verlassen.
Die Stimmung der Stadt weckte gemischte Gefühle in den vielen Kulturschaffenden, die sich 
in ihr aufhielten.
In dem grossen Hafen von Marseille kommen jährlich ein paar Juden aus dem Osten an. Sie wollen ein Schiff besteigen. Oder sie kommen gerade von Bord. Sie haben irgendwo hinfahren wollen. Das Geld ist ihnen ausgegangen. Sie mussten an Land gehen. Sie schleppen alles Gepäck zum Postamt,... Mehr...

Wehmut und Vitalität

Von Regula Heusser-Markun, 2. Juli 2012
Die junge Schwarzmeerstadt Odessa, seit ihrer Gründung durch Zarin Katharina die Grosse 
im Jahr 1794 ein Ort von Weltoffenheit,Toleranz und Bildung,hat eine wechselvolle Geschichte. 
Die in Odessa Geborenen, egal wohin das Schicksal sie verschlagen hat, engagieren sich für das kulturelle Erbe der Stadt.
Vor einem Jahr wurde im Herzen der Hafenstadt Odessa, an der Rischelewskaja Nr.18,  ein Denkmal für Isaak Emmanuilowitsch Babel eingeweiht. Möglich gemacht hat diese späte Heimkehr des 1894 geborenen Schriftstellers und Journalisten, der 1940 in der Lubjanka, dem Moskauer... Mehr...

Klein, aber fein

Von Mirjam Haymann, 2. Juli 2012
Hongkong ist eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt. Sieben Millionen Einwohner zählt die Stadt, davon sind um die 7000 Juden. Bereits im 19. Jahrhundert kamen einige Juden nach Hongkong, ihre Zahl wuchs, und es gibt heute vier verschiedene Gemeinden, eine jüdische Schule und mehrere Gebetshäuser.
Die imposante Skyline der berühmten Hafenstadt ist schnell vergessen, wenn man sich auf den schmalen Strassen zwischen all den Menschen, Autos, Geräuschen und Gerüchen einen Weg zu bahnen versucht. Die Luft ist feucht und stickig, die Leute gestresst, die Stimmung gespannt.Die... Mehr...

Zuflucht an neuen Ufern

Von Gundula Madeleine Tegtmeyer, 2. Juli 2012
Von jeher war die Stadt der guten Fahrwinde offen für Einwanderer. Dank der schon früh 
liberalen Einwanderungsgesetze erlebte die Stadt am Rio de la Plata einen wahren Boom, 
und aus dem «Gran Aldea», dem «grossen Dorf», entwickelte sich die südamerikanische 
Metropole Buenos Aires.
Im 16. Jahrhundert konkurrierten die Spanier und die Portugiesen um die Vormachtstellung auf dem südamerikanischen Kontinent. Im Jahr 1516 war Juan Diaz de Solis als erster Europäer in den Rio de la Plata gesegelt und hatte die strategisch günstige Lage sofort erkannt. Solis... Mehr...

Höfliche Nashörner und Emigration

Von Monica Strauss, 2. Juli 2012
Die jüdische Geschichte von Odessa lebt in Literatur und Sprache fort – nicht zuletzt in Israel.

Gegründet durch ein kaiserliches Edikt wurde Odessa rasch Zuflucht für viele der Juden, die nach der Teilung Polens 1792 unter russische Herrschaft geraten waren. An ein Ansiedlungsrayon im Westen des Zarenreiches gebunden erkannten vor allem junge und unternehmungslustige Juden Odessa als... Mehr...

Ohne Visum, ohne Illusion

Von Katja Behling, 2. Juli 2012
Für 30 000 europäische Juden war die Flucht nach Shanghai ab 1938 eines der letzten Schlupf­löcher. Als die japanischen Besetzer auf Druck der deutschen Bündnispartner die staatenlosen Flüchtlinge in ein Ghetto eingewiesen hatten, verschlechterten sich die Lebensbedingungen der Juden erheblich. Erst mit dem Sieg der Alliierten gegen Japan endete diese dramatische Zeit. Heute sind Juden Teil des Wirtschaftwunders in Shanghai.
Der 18-jährige Ernst Heppner und seine Mutter kamen im März 1939 an Bord der «Potsdam» von Genua nach Shanghai. Bis 1941 schlugen sie sich in der Hafenstadt durch, Heppner leitete unter anderem eine Buchhandlung. Als die beiden, wie Tausende anderer Flüchtlinge, Anfang der... Mehr...
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