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9. Juli 2010, Küche Beilage 27 Ausgabe: Nr. 1 » 8. Juli 2010

Es ist noch immer die «Judenkirche»

Nicole Dreyfus, 8. Juli 2010
Viele kennen das Elsass jenseits der Schweizer Grenze von kulinarischen und malerischen Touren durch die Dörfer. Zwischen Basel und Mulhouse erinnern zahlreiche alte Synagogen und Friedhöfe an das einstige pulsierende jüdische Leben im Elsass. Was häufig davon übrig blieb, sind Kunstgalerien, Heime oder Wohnhäuser in den ehemaligen Synagogen. Ein Augenschein.
Verfallene Synagogen, überwucherte Grabsteine – wenig zeugt heute noch von der einstigen Blüte der jüdischen Kultur in der oberrheinischen Tiefebene. Wer eine kurze Reise in die kleinen Dörfer und Städte nahe der Schweizer Grenze unternimmt, stösst oft nur auf alte Steinmauern, die kaum noch... Mehr...

Vitale Gegenwart im Bewusstsein des Schreckens

von Gérard Wirtz, 8. Juli 2010
Strassburg, die Schöne – ein Attribut, das einst der Elsässer Metropole galt. Inzwischen ist sie eine stolze Europäerin, die nicht nur die Besetzung, sondern auch den Bombenhagel ihrer Befreier überstanden hat. Attraktiver denn je, kann die Stadt am Rheint ihren Titel bis heute unumstritten verteidigen.
Die mit 640 000 Einwohnern von den Alteingesessenen im Dialekt liebevoll «Schdrossburi» genannte Stadt ist mit ihrer Agglomeration die grösste Stadt Ostfrankreichs und in den Medien vor allem bekannt durch ihre vielen europäischen Einrichtungen wie etwa den Gerichtshof für Menschenrechte. Und... Mehr...

Japan in Israel

Jacques Ungar, 8. Juli 2010
Architektonisch ist das Shizen Lifestyle Spa Resort Hotel ein integraler Bestandteil des Hotels Daniel am privaten Meeresstrand von Herzlia Pituach. Kaum aber hat der Gast die Türe durchschritten, welche von der grossen, meist hektischen Lobby des Daniel zur Réception des Shizen Spa führt, befindet er sich in einer anderen Welt, die durch mehr als nur eine lärmdichte Türe von der Aussenwelt getrennt ist.
Das seit 2003 geöffnete Shizen Lifestyle Spa Hotel basiert auf einem neuartigen, für Israel einzigartigen Konzept. In den in dämmrigem Licht gehaltenen Gängen des Hotels – es hat insgesamt 40 Zimmer und Suiten – ertönt leise Musik, meist fernöstlicher Provenienz, und auch die in der Luft... Mehr...

Marmelade mit Opekta

8. Juli 2010
Landleben und Ökotrend, ein steigendes Bedürfnis nach gesunder Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie das Vergnügen, am heimischen Herd zu werkeln, haben traditionelle Methoden der Fruchtverarbeitung wie das Einkochen wieder populär gemacht. Jahrzehntelang war dafür das Geliermittel Opekta unverzichtbar. Für dessen Markterfolg war ein jüdischer Manager mitverantwortlich: der Vater von Anne Frank.
Anne Frank schrieb am 20. Juni 1942 in ihr Tagebuch: «Da wir Juden sind, ging dann mein Vater 1933 in die Niederlande. Er wurde Direktor der Niederländischen Opekta Gesellschaft zur Marmeladenherstellung.» Und Anne Frank verfasste im Hinterhaus der Opekta-Filiale in der Amsterdamer Prinsengracht... Mehr...

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